| |
|
|
| |
Historie
Die
1. ADAC Rallye ATLANTIS wurde vom Rallye-Leiter
Hans-Jürgen Hamdorf (Hammi) am 17.06.1980 in
Kaltenkirchen gestartet. In den ersten ATLANTIS
Jahren war der 17.Juni, damals noch Feiertag, ein
Fixtermin. Das ging so bis zur 7. Auflage der Rallye,
immer am 17. Juni. Die 8. ATLANTIS fand dann am
29.Mai 88 statt. Den Job des Rallye-Leiters teilten
sich Hammi und Hans-Hinrich Gerth (Hinerk) seinerzeit.
Sie organisierten die ersten acht Ausführungen.
Gefahren wurden sechs verschiedene Wertungsprüfungen,
mehr waren bei einer Rallye 200 nicht erlaubt. Doppelt
durften die WP’s aber auch nicht gefahren
werden. Darunter waren die Klassiker „Rundkurs
Stuvenborn“ und „Voßhöhlen“.
Solange die ATLANTIS im Kreis Segeberg stattfand,
waren diese beiden Prüfungen dabei. Die Teilnehmerzahlen
lagen immer bei 70 bis 80. Eine Ausnahme bildetet
die 3. Rallye, es konnten 122 Fahrzeuge am Start
gezählt werden. Davon allein 30 Teams aus Berlin,
diese Rallye zählte zur Berliner Meisterschaft,
damals noch ein Zugpferd. Überhaupt kamen die
Fahrer ausschließlich aus Schleswig-Holstein,
Hamburg und Nord-Niedersachsen. Weitere Anreisen
wurden noch nicht in Kauf genommen. Schließlich
gab es ja genügend Veranstaltungen im „Dunstkreis“.
Dreh- und Angelpunkt der Rallye war die Stadt Kaltenkirchen,
als Ziellokal diente „Hüttmann’s
Gasthof“, wo es nach der Zielankunft meist
recht feucht-fröhlich zuging.
|
| Auch
durften die Fahrer des veranstaltenden Club nicht an
der eigenen Rallye teilnehmen. So konnte der heutige
Rallye-Leiter, Kay Ripke, sein Können nur als Nullwagen
unter Beweis stellen. Da sein damaliger Co, Hinerk,
in der Rallye-Leitung eingebunden war, durfte seine
Frauke auf den heißen Sitz Platz nehmen. 1989
war es dann vorbei mir dem Vorauswagen, er nahm das
Zepter selbst in die Hand und wurde Rallye-Leiter. Von
der 9. Ausgabe an bis heute, der 21. Auflage, versuchte
er seine zahlreich vorhandenen Ideen in die Tat umzusetzen.
Unterbrochen wurde die Reihe allerdings bei der 12.
ADAC Rallye ATLANTIS. 1992 fungierte der jetzige Sportleiter
Harry Seiler als „Boss“. Ab 1989 änderte
sich auch der Termin, es wurde bis 1993 Ende März
veranstaltet.
|
|
|
| Das
die Rallye als eine der anspruchvollsten galt, war weithin
bekannt. Mit fahrerischen Können konnte vordere
Platzierungen auch mit leistungsschwächeren Autos
errungen werden. So gewann das Team Kleinwort †
/Ahrens die 9. ATLANTIS mit einem Gruppe G Kadett. Ein
Jahr später gewannen Rothardt/Rothardt aus Kiel
mit einem kleinen Kadett aus der 1600er Klasse die Rallye.
Zweite wurden Rußbüldt/Rußbüldt
auf Opel Corsa 1300 ccm. 1989 gingen Dose/Dose aus Lübeck
mit Start-Nr. 106 auf einem BMW Gruppe F über 2000
ccm an den Start. Sie nannten sehr spät und mussten
so hinterher fahren. Eine Besonderheit stellte die Startreihenfolge
3 Jahre lang von 1989 bis 1991 dar. Die „Kleinen“
durften zuerst fahren. So konnte Ferdinand Olk sich
89 und 91 die Start-Nr. 1 an seinen Käfer kleben.
1989 waren zudem 102 Teams dabei. Im Jahr danach waren
es 74 Starter, darunter sieben mit einem Kennzeichen
der ehemaligen DDR, 4 Trabant, 2 Wartburg und 1 Lada.
Die Start-Nr. 1 trug diesmal der Lada, am Steuer kein
geringerer als Wolfgang Meierholz aus Wittenberge. Auch
Deutsche Meister haben den Weg nach Kaltenkirchen gefunden.
Im gleichen Jahr fuhr nämlich ein Trabant mit Start-Nr.
3 mit, am Steuer ein gewisser Armin Kremer aus Friedrichsruhe.
Ab 1989 änderte sich auch das Konzept der Rallye
ein wenig. Gefahren wurden jetzt 4 verschiedene WP’s,
zwei davon doppelt. Und ab 1993 dann alle vier doppelt.
Die Beschränkung auf sechs WP war aufgehoben worden.
Die Teilnehmerzahlen entwickelten sich zunächst
negativ, über 102 und 74 waren es 1991 noch 57
und 1992 gar nur 47 Autos. 1993 schnellte die Anzahl
wieder hoch auf 83. Rallye-Zentrum war in diesen Jahren
Stuvenborn mit Autohaus Thies und dem „Goldenen
Hahn“ als Ziellokal. |
Dann
kam 1994, die 14. ADAC Rallye ATLANTIS und sollte
auf den gewohnten Strecken stattfinden. Im Vorfeld
der Rallye fing es an zu brodeln. Die Genehmigungsbehörden,
insbesondere die Naturschutzbehörde, leisteten
Widerspruch. Die jahrelang gefahrenen Straßen
seien nicht mehr genehmigungsfähig hieß
es. Rallye-Leiter Kay Ripke verstand die Welt nicht
mehr. Nachdem der Zug vor den Kadi nicht von Erfolg
gekrönt war, musste er die 94er Ausgabe drei
Tage vor Beginn absagen. Die von allen so geliebte
ATLANTIS war plötzlich tot. Was nun ? Aufgeben
? NEIN !!
1995
versuchte er eine Rallye auf Privatgelände (Kiesgruben
u.Ä.) und in Industriegebieten durchzuführen.
Aber auch damit war die Naturschutzbehörde nicht
einverstanden. Es stellte sich heraus, dass seitens
dieser eine generelle Abneigung bestand und es keine
Möglichkeit gab, weiter im Kreis Segeberg zu
veranstalten. Also auswandern. Aber wohin ? Eine Idee
wurde geboren. Mit dem MSC Holstein und der Holsten-Rallye
wurde 1996 erstmals eine Doppelveranstaltung angeboten.
Zwei Rallyes hintereinander. Allen Skeptikern zum
Trotz funktionierte das Konzept. Drei verschiedene
Prüfungen auf dem Truppenübungsplatz doppelt
gefahren, Pause, bei der 2.Rallye alles entgegengesetzt.
Da auch der MSC Holstein ähnliche Probleme im
Kreis Stormarn hatte, waren auf einen Schlag zwei
Rallyes „gerettet“. Das Konzept wurde
in den Folgejahren verfeinert. Waren schon bei der
Erstauflage 56 Teilnehmer dabei, wurden es 1997- 63,
1998- 78, 1999- 72 Fahrzeuge. 2000 wurde dann noch
eins draufgesetzt. In die doppelte Rallye 200 wurde
noch eine A-Rallye, die „Schleswig-Holstein“
integriert, alles am Freitag und Samstag. Das war
einmalig im Norden. 2001 und 2002 wurde die „S-H“
ausgegliedert und Holsten/ATLANTIS fanden wie seit
1996 im August statt, die Rallye ATALNTIS zum 20.
Mal. 2003 klinkte sich der MSC Kaltenkirchen aus und
nahm eine schöpferische Pause.
24. Oktober 2004 = 21. ADAC Rallye ATLANTIS wieder
„zu Hause“ im Kreis Segeberg mit Kay Ripke
zum 13. Mal als Rallye-Leiter und Start/Ziel in Kaltenkirchen.
– Er verspricht „Großes“.
Der
Autor
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|